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Einarmige Banditen im Felsen: ein Kletterfilm mit Handicap

Einarmige Banditen im Felsen: ein Kletterfilm mit Handicap

Worum es geht, steht wie immer hier.
Unser kleines Team ist dann also zu Fuß zum Einstieg in die Route gekommen, wie man das halt so tut.
Ein Rucksack voll Verpflegung, einer mit einer Drohne (DJI Phantom 4), und eine riesige Kraxe mit einer Blackmagic Ursa Mini 4K EF und allerlei Objektiven (24-70L f2.8, 70-200L f.2.8, Tokina 11-16 F3).
Sauschwer, der Kram. Und für mich als Nicht-Kletterer grenzwertig. Meine alpine Erfahrung beschränkt sich auf normale Wanderungen und diverse Tragepassagen bei Alpenüberquerungen mit dem Mountainbike. Geklettert bin ich vorher nie, erst recht nicht mit Gepäck… Das sollte sich vor allem beim Abstieg als Problem erweisen.
Wir folgten den Kletterjungs also bis rum Einsteig in die richtige Route. Dort hieß es Schnittbilder vom Start sammeln und die Kletterer so gut es ging mit langen Brennweiten und der Drohne verfolgen.
Letzteres war wegen des Sturms gar nicht so einfach, gefühlt stand der Copter manchmal senkrecht gegen den Wind gestämmt in der Luft.
Beim Klettern war als zweiter Kameramann noch der Kollege Chris mit am Start, der so gut es ging in der Wand mit einer Panasonic GH4 das Geschehen einfing.
Die Idee war, dass ich die Ankunft am Gipfel filmen sollte, indem ich auf der eigentlichen Abstiegsroute den Jungs entgegenkomme. Das war aber wegen der fortgeschrittenen Zeit und meinen Problemen, überhaupt vom Zustieg wieder runterzukommen, nicht möglich.
Bei solchen Projekten muss man auch solches Scheitern in Kauf nehmen.
Natürlich ist trotzdem ein schönes Produkt rausgekommen, auf das wir einigermaßen stolz sind: unsere erste Eigenproduktion!